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ÜBER DIE ARTMAP
Die Entstehung der ArtMap Rüsselsheim
Es begann mit einer Reise
Nicht in die Ferne, sondern in meine eigene Stadt.
Nachdem ich „Roots of Liberty“ fertiggestellt hatte, meine fotografische Auseinandersetzung mit der Heimat meines Großvaters in Marokko, wurde mir klar: Ich kannte seine Wurzeln besser als meine eigenen. Es war an der Zeit, mich mit meiner Heimat auseinanderzusetzen.
Doch wo fängt man an, wenn der Ort, an dem man lebt, zur Selbstverständlichkeit geworden ist?
Von Spaziergängen zur Erkenntnis
Ich habe immer meine Kamera dabei. Kunst im öffentlichen Raum ist mir schon immer aufgefallen, aber nie bewusst. Erst als ich anfing, auf meinen Spaziergängen die Kunstwerke in Rüsselsheim zu fotografieren, wurde mir klar, wie viel davon tatsächlich existiert.
Das erste Foto, das ich machte, war der Leinreiter, dieses ikonische Wahrzeichen am Main. Danach folgten immer mehr. 15 Werke hatte ich bald dokumentiert, und plötzlich war ich mittendrin in einem Projekt, das ich zu Beginn nicht geplant hatte.
Recherche zwischen Büchern und Stadtarchiv
Meine erste Anlaufstelle war die Stadtbücherei, wo ich mir Bücher wie „Baukräne über Rüsselsheim“ vornahm – ein Werk, das die Stadtentwicklung der Nachkriegszeit dokumentiert.
Ich recherchierte weiter und stieß auf die Rüsselsheimer Rundwege, die mir eine neue Idee lieferten: Warum nicht eine digitale Karte erstellen, die all diese Kunstwerke erfasst?
Die ArtMap als offenes Archiv der Stadtkultur
Die ArtMap Rüsselsheim verfolgt ein doppeltes Konzept:
Ziel ist es, Bewohnerinnen und Besucherinnen einen umfassenden Überblick über die Kunstwerke in Rüsselsheim zu bieten. Über eine digitale Karte können Erkundungstouren geplant werden. Gleichzeitig ermöglicht eine Kommentarfunktion den Austausch von Gedanken, Erinnerungen oder weiterführenden Informationen.
Was als persönliches Projekt begann, wurde zu einem Archiv der Stadtkultur – und die Reise ist noch lange nicht zu Ende.